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und verschiedenen andere Beiträge sowie auch eigene Artikel.

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Keine Einschränkungen beim Silvesterfeuerwerk in Bonn

 

Die Stadt Bonn sieht derzeit keine rechtlichen Möglichkeiten, das Abfeuern von Raketen und Böllern an Silvester einzuschränken oder gar zu verbieten. Gleichzeitig appelliert Oberbürgermeister Ashok Sridharan, private Feuerwerke „mit Augenmaß“ zu verwenden. „Ausgelassenes Feiern hängt nicht an der Zahl der Böller und Raketen, die abgeschossen werden.“

OB Sridharan hatte sich kürzlich mit Veranstaltern von Großfeuerwerken, Umweltfachleuten und Firmenvertretern getroffen. „Wir wollen niemandem den Spaß an Feuerwerken nehmen und dennoch die Umwelt im Auge behalten“, so Sridharan. Es gäbe zum Beispiel die Möglichkeit, die Auswirkungen auf die Umwelt zu kompensieren, wie es bereits bei Pützchens Markt geschehen sei.

Generelles Verbot

Zunächst besitzt lediglich der Bund die Gesetzgebungskompetenz für ein generelles Verbot von Feuerwerken. Die bundeseinheitlichen Bestimmungen regeln zudem bereits ein generelles Verbot vom Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern. In Bonn gibt es bisher keine Anhaltspunkte, dass diese gesetzlich geschützten Örtlichkeiten um weitere ergänzt werden müssten.

Luftreinhaltung

Es ist unbestritten, dass infolge des Silvesterfeuerwerks erhebliche Feinstaubmengen freigesetzt werden. Sie können, abhängig von der Wetterlage, dazu führen, dass am Neujahrstag die Feinstaubkonzentrationen auf den höchsten Wert des gesamten Jahres ansteigen. Diese Belastungssituation ist jedoch von relativ kurzer Dauer, so dass die Konzentrationen in der Regel am darauffolgenden Tag wieder auf das Niveau wie vor dem Jahreswechsel absinken. Daher können aus lufthygienischer Sicht keine immissionsschutzrechtlichen Einschränkungen durchgesetzt werden.

Tierschutz

Für Tiere sind Silvesterfeuerwerke kurzzeitig belastend. Aber auch hier gibt es rechtlich gesehen keinen Handlungsbedarf. Denn das Tierschutzgesetz zielt bei Belastungen jedweder Art immer auf eine bestimmte Dauer eines unangenehmen Reizes ab, der langanhaltend über mehrere Tage ununterbrochen und erheblich für die Gesundheit eines Tieres sein muss. Diese Situation ist an Silvester nicht gegeben. 

 

news

CCDU-Ratsherr Bert Moll im Telefon-Interview mit

Manfred Rademacher,

Chefredakteur des

Bonn-Reports

CDU-Stadtverordneter Moll zeigt sich

vollauf zufrieden mit der Hallen-Sanierung

MRad. Nach einer Bauzeit von zwei Jahren ist die umfangreiche Sanierung der Bonn-Duisdorfer Mehrzweckhalle abgeschlossen.

Dazu sagt der Bonner CDU-Ratsherr Bert Moll (Foto links): „Damit ist ein Projekt, das ich im Jahr 2016 durch Gespräche mit dem städtischen Gebäudemanagement initiiert und dann in enger Abstimmung mit den örtlichen Vereinen koordiniert habe, nunmehr erfolgreich abgeschlossen worden. Dazu hatte ich in den Haushaltsberatungen einen Teilbetrag aus Restmitteln der Entwicklungsmaßnahme Hardtberg für die Sanierung der Schmitthalle zurücklegen lassen, um dann in Projektbesprechungen mit den örtlichen Vereinen deren Anforderungen an die Sanierung der Halle aufzunehmen. Insbesondere bei der Auswahl des richtigen Hallenbodens mussten die Belange besonderer Sportarten, wie das Kunstradfahren mit kreisrunden Markierungen oder der Bereich für das Ringen, genauso berücksichtigt werden, wie die der gesellschaftlichen Veranstaltungen, bei denen Stühle und Tische den Bodenbelag beanspruchen.“

Moll weiter: „Die Sanierung der Schmitthalle ist für den Erhalt des Vereins- und Gesellschaftslebens in Duisdorf und im Stadtbezirk Hardtberg unverzichtbar gewesen. Mit dem bereits an vielen Stellen gebrochenen Hallenboden, den maroden Sanitäranlagen, einer nicht mehr zeitgerechten Mikrofonanlage und einer unzulänglichen Belüftung und Heizung wäre dies auf Dauer nicht mehr möglich gewesen.“

Im Beisein des neuen Leiters des städtischen Gebäudemanagements, Lutz Leide (Foto 2.v.l.), und des verantwortlichen Projektleiters, Thomas Ramm (Foto rechts), von den Sanierungsarbeiten, konnte sich Moll bei einem Rundgang von den besten Sanierungsarbeiten überzeugen, die rund 2,7 Millionen Euro gekostet haben.

Saniert wurden: ein PVC-flächenelastischen Hallenboden, eine Belüftungsanlage sowie eine neue Multimediaanlage installiert. Wie von Bert Moll zu hören ist, könne die Beleuchtung der Halle jetzt so eingestellt werden, dass den Erfordernissen einzelner Veranstaltungen durch Ausleuchtung bestimmter Bereiche Rechnung getragen wird. „Durch diese Möglichkeiten können Sportarten, wie das Ringen und das Kunstradfahren, für die Zuschauer noch attraktiver gestaltet werden. Mit einem Prallschutz an den Hallenwänden wird mehr Sicherheit für die Sporttreibenden hergestellt. Aber nicht nur die Sporthalle erstrahlt in neuem Glanze, sondern auch die Umkleideräume, Sanitäreinrichtungen und der Gesellschaftsraum unterhalb der Bühne der Halle sowie weitere Betriebs- und Einstellräume. Hinzu kommt eine neue Heizungsanlage“, so der CDU-Politiker Bert Moll.

Abschließend lässt Moll wissen, dass er in den Verhandlungen mit der Stadtverwaltung erreicht habe, dass die Vereine auch in Zukunft auf der Grundlage eines Mietvertrages ihre besonderen Gerätschaften und Ausrüstungen weitgehend im Bereich der Halle und den angrenzenden Räumen einstellen können. Für die gesellschaftlichen Veranstaltungen seien passende Tische und Stühle bereitgestellt worden. So werde das Sport- und Bäderamt der Stadt Bonn Sportgeräte teilweise erneuern und ergänzen. 

Für die gelungener städtischer Kooperation, für die Beteiligung aller an diesem Sanierungsprojekt, bedankt sich der CDU-Kommunalpolitiker Bert Moll herzlich!

 

Axel Voss bleibt Vorsitzender der CDU-Mittelrhein

 

Der Bonner Europa-Abgeordneter Axel Voss (Foto) setzte sich auf dem Bezirksparteitag bei der turnusmäßigen Vorstandsneuwahl erfolgreich gegen Florian Braun, MdL, Landesvorsitzender der Jungen Union aus Köln, durch.

Der EU-Parlamentarier ist damit weitere zwei Jahre Vorsitzender des CDU-Bezirkes Mittelrhein, der ein Zusammenschluss der fünf Kreisverbände der CDU in Köln, Bonn und Leverkusen sowie den Kreisen Rhein-Sieg und Rhein-Erft ist. In NRW gibt es innerhalb der CDU insgesamt acht Bezirksverbände, die bei zahlreichen Personalfragen ein gewichtiges Wort mitentscheiden.

Axel Voss, nunmehr seit 2011 Bezirksvorsitzender, unterstrich nach seiner Wahl die Bedeutung der Geschlossenheit in der Region: „Auf uns warten zahlreiche Herausforderungen. Es gilt, unsere Kräfte weiter zu bündeln und gegenüber Landesregierung sowie Bundesregierung unsere Positionen als Region nachhaltig einzubringen. Wichtige Themen sind der Strukturwandel im Rheinischen Revier, der so genannte ‘Bonn-Vertrag’ zur Sicherung des UN-Standortes und dem Status als Bundesstadt sowie die Entwicklung der verkehrlichen Infrastruktur in der Region.“

Als stellvertretende Vorsitzende wurden Martina Engels-Bremer und Dr. Georg Kippels MdL aus dem Rhein-Erft-Kreis sowie Björn Franken MdL aus dem Rhein-Sieg-Kreis und Bernd Petelkau, MdL aus Köln gewählt.

Einen besonderen Dank richtete Voss an Martin Schenkelberg aus dem Rhein-Sieg-Kreis, der nach acht Jahren als stellvertretender Vorsitzender aus eigenem Wunsch nicht mehr für den Vorstand kandidierte.

 

Stadt Bonn erstattet Anzeige gegen Unbekannt

 

B.R. Unbekannte haben kürzlich die Fassade des Bonner Stadthauses mit Farbe beschmiert. Die Wände und Fensterscheiben wurden mit Farbbeuteln beworfen. Die Stadt Bonn hat Anzeige gegen Unbekannt bei der Bonner Polizei erstattet und eine Fachfirma mit der Reinigung beauftragt. Die Kosten dafür betragen geschätzt etwa 4500 Euro.

Wir haben dazu mal die Bürgerinnen und Bürger auf der Straße in Bonn befragt, was sie von einem solchen Vergehen halten.

Hier einige Antworten zu diesem Foto: “Wer so etwas macht, der hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank“, sagte uns eine 65-Jährige.“

Ein Mann, so um die 60: „Das können doch nur Jugendliche sein, die so einen Blödsinn verzapfen. Die sind bekloppt im Kopf.“ 

Ein 25-Jähriger: „Wenn man solche Vollidioten mal erwischt, da müsste man diese Typen alles wieder mit Muskelkraft reinigen lassen.“ 

Ein Rechtsanwalt im Ruhestand aus München, der in Bonn zu Besuch weilt: „Was kriegen denn diese Leute, wenn sie gefasst werden? Wenn es Jugendliche sind, was ich glaube, dann bekommen die ein paar Arbeitsstunden aufgebrummt, aber die Stadt bleibt auf den Kosten sitzen. Dieses Geld, was da für die Reinigung bezahlt werden muss, könnte man seitens der Stadt für soziale Zwecke verwenden. Aber darüber haben diese Schwachköpfe nicht nachgedacht.“

Ein Jugendlicher: „Das sind doch alles Arschlöcher, die sowas machen, die haben doch nichts in der Birne. Aber davon gibt es genug hier in Deutschland.“

 

Poller in Bonn-Duisdorf rosten so vor sich hin!

 

MRad. Es ist schon beachtlich, was die Stadt Bonn so alles zu bieten hat. Ganz und gar von der Unsauberkeit des Stadtteils Hardtberg zu schweigen. Die Macher der Stadt haben immer eine tolle Überraschung parat, so wie in Duisdorf, im Hardtbergbereich, dem kleinsten Stadtteil von Bonn, in dem kleinen Hinter-Aue-Sträßchen, neben der St.Augustinuskirche, wo sie jetzt mit großer Raffinesse verrostete Poller mit Grünzeug überwachsen lassen wollen. Ist doch ein Versuchwert, oder?

Und das geht ganz einfach so, wie mir ein Fußgänger flüstert: man streue etwas Blumen- und Unkrautsamen um den Poller herum und lässt wachsen, höher und höher, bis man diese vergammelten Rostpoller nicht mehr sehen kann. Das ist die einfache Art, um sich Arbeit zu ersparen.

Jedoch die sinnvolle, bessere Variante, so meinen einige Bürgerinnen und Bürger und auch wir von der BR-Redaktion aus Duisdorf, wäre doch zweifelsohne, die Poller zu entrosten, sie mit Rostschutzfarbe zu streichen, und meinetwegen sie  mit kleinwüchsige Blumen rundherum aufblühen zu lassen, damit man diese Prachtpoller in der voller Größe, in ihrer Schlicht- und Schönheit, nahe der St. Augustinus-Kirche, bewundern kann.

Liebe Leute, man stelle sich mal vor, was die Stadt Bonn damit für Geld einsparen könnte. Denn abgerostete Poller zu entfernen, neue zu beschaffen und diese auch noch in die Erde einzubetonieren, das kostet schon einige Euros. Aber was soll’s? Die Stadt Bonn leidet ja nicht unter der Armut wie andere Städte. Vielleicht doch, oder? Hat sie doch „nur“ rund zwei Milliarden Euro Schulden!

 

Foto: M. Rademacher

Dank des Einsatzes des CDU-Politikers Bert Moll und unsere Initiative sind nun endlich diese nutzlosen Poller entfernt worden. Endlich!

IUBH Internationale Hochschule begrüßt

Erstsemester am Campus Bad Honnef

Studienanfänger über 30 Nationen nahmen ihr Studium in einem der Bachelorstudiengänge Hospitality-, Event-, International-, International Marketing und Aviation Management an den IUBH Campus Studies in Bad Honnef auf. Zeitgleich starten auch die MBA- und Masterstudiengänge mit Spezialisierungen im internationalen Dienstleistungsmanagement. Die Studierenden am Campus Bad Honnef wurden heute durch das Rektorat und die Campusdirektion der IUBH begrüßt und durchlaufen eine zweitägige Orientierung mit Teambuilding-Events, zahlreichen Einführungsvorträgen und Informationen zur Campusinfrastruktur wie zum Beispiel Bücherei, Mensa und IT.  Besonders Einführungen in die IT werden für die Studierenden der IUBH immer wichtiger, da nicht nur Stundenpläne und Klausuranmeldungen online zur Verfügung stehen, sondern auch immer mehr Vorlesungen durch digitale Formate ergänzt werden, die das erfolgreiche Studieren vereinfachen.

Die Studierenden aus dem In- und Ausland profitieren von dem weltweiten Netzwerk der IUBH an Partnerhochschulen und Kooperationsunternehmen. So finden im November wieder die Career Days statt, in deren Rahmen sich zahlreiche potenzielle Arbeitgeber den Studierenden auf dem Campus präsentieren. 

Unter den Studierenden der IUBH Campus Studies sind aktuell über 100 Nationen vertreten. In den englischsprachigen Lehrveranstaltungen lernen Studierende aus ganz Deutschland gemeinsam mit ihren internationalen Kommilitonen und erwerben so wichtige Kompetenzen für ihren erfolgreichen Berufseinstieg. Gestern bereits konnte die Hochschule zum „International Student Prep Day“ eine große Gruppe internationaler Studienanfänger aus aller Welt begrüßen.

Für das nun beginnende Wintersemester heißt die Hochschule Studierende unter anderem aus Deutschland, Frankreich, Norwegen, Aserbaidschan, Kasachstan, der Ukraine, Russland, Italien, Bulgarien, Moldawien, Luxemburg, den Niederlanden, der Tschechischen Republik, Rumänien, Pakistan, Albanien, Kenia, Indien, Kamerun, Nigeria, Bangladesch, Südkorea, dem Iran, Ägypten, Thailand, den USA, Kanada, Mauritius und Brasilien willkommen.           

 

Gründach als Feinstaubfilter! Gründächer liegen im Trend!

Von Manfred Rademacher

Als der Markt für begrünte Dächer vor rund 12 Jahren boomte, da wurden alle Hausbesitzer belächelt. Wer wollte schon Rasen auf dem Dach? Oder begrünte Häuserwände?

Doch im Hitzesommer 2003 und auch 2018 haben zahlreiche Hausbesitzer ganz schnell ihre Meinung geändert. Denn die Temperaturen durch die anhaltenden Sonnenstrahlen in den Dachgeschosszimmern waren unerträglich.

Heute, so wollen Experten wissen, seien in Deutschland mehr als 15 Millionen Quadratmetern auf den Dächern begrünt. Aber nicht allein gegen die Hitze sind begrünte Dächer von Vorteil, sondern auch bei Regen, starken Winden. Ja, selbst Hagelschlägen halten sie stand. Sie schlucken den Staub, für Erkrankungen des Atmungs- und Herz-Kreislaufsystems sind sie ein Plus. Ein großer Vorteil von Dachbegrünungen ist auch die Reduzierung der Feinstaubbelastung. Und nicht zuletzt sind diese Begrünungen auch ein großes Plus für die Insekten. Wer sich in Utrecht umschaut, wird feststellen, dass die niederländische Stadt in leuchtendem Gelb erstrahlt. Über 300 Dächer von Bushaltestellen wurden mit Blumen bepflanzt. Nicht etwa, um das Stadtbild ästhetisch zu verbessern – auch wenn das ein netter Nebeneffekt ist.

Und nun sind in einigen Städten die begrünten Bushaltestellen-Dächer groß im Kommen, wo sich Bienen, Hummeln und andere Insekten tummeln können. In den Niederlanden, aber auch in Deutschland hat man sich der Sache ernsthaft angenommen. Das war Anlass genug, um mal die Bonner Kommunalpolitiker zu fragen, was sie davon halten. Und was sie unternehmen wollen.

Bonner SPD-Ratsfrau Gabi Mayer lässt uns zur Begrünung der Bushaltestellen-Begrünung wissen: „Tatsächlich gibt es aktuell einen Antrag im Umweltausschuss zu diesem Thema (https://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/19/1912175.pdf ).  Die SPD unterstützt die Idee und diesen Antrag einer Begrünung von Haltestellendächern für Insekten. Futter für Bienen, Hummeln und andere Insekten hat eine immer höhere Bedeutung für den Schutz und Erhalt unserer Umwelt. Es bietet sich an, auf einer quasi toten Fläche etwas so sinnvolles zu tun. Gutes Beispiel der Niederländer, das wir auch hier in Bonn umsetzen möchten.“

Und der Bonner CDU-Stadtverordnete, Bert Moll, ist der Meinung: „Die Begrünung von Gebäuden und öffentlichen Einrichtungen ist ein wichtiger Beitrag, um das Klima in der Stadt und die Biodiversität im städtischen Raum zu verbessern. Auch die Begrünung von Überdachungen an Haltestellen ist dabei in den Blick zu nehmen. Bei bestehenden Überdachungen ist aber zunächst zu prüfen, ob das Dach eine Begrünung tragen und halten kann und welche Vorrichtungen dazu gegebenenfalls aufgebaut werden müssen.

Zum Thema Begrünung von Haltestellen-Dächern sagt die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Angelika Esch: „Grundsätzlich hält die SPD-Fraktion die Begrünung von Haltestellen-Dächern für eine sinnvolle Idee. Wir haben die Ausrufung des Klimanotstandes in Bonn von Anfang an unterstützt. Nun müssen aber endlich auch Taten folgen. Die Begrünung der Haltestellen ist ein Anfang. Dabei muss aber sicher gestellt sein, dass die Dächer tragfähig sind, um der höheren Last durch die Erde und das gespeicherte Wasser standzuhalten. Bei neu zu errichtenden Haltestellen soll eine Begrünung zukünftig von Anfang mit gedacht und geplant werden.“

Die Bonner Grünen und die FDP haben dazu keine Meinung. Auf unsere Anfrage hin kam keine Antwort zu diesem Thema.

 

SPD-Bundestagsabgeordneter Dr. Karamba Diaby

 

befürwortet Mietendeckelung

 

MRad. Wir haben eine Umfrage in Bonn und Umgebung zum Thema "Wohnen" gestartet. Klagen über Klagen in Richtung dieser idiotischen Mietpreisbremse, die völlig an der Bürgerschaft vorbei geht. Viele von uns Befragten sind der Meinung, dass es endlich mal eine Mietdeckelung geben müsse. Denn es kann doch nicht angehen, dass weit über ein Drittel des Verdienstes auf die Miete drauf geht. Rentnerinnen und Rentner können, wie zu hören ist, die Miete kaum noch bezahlen. Gehen sie zum Amt, um einen Mietzuschuss zu bekommen, dann gehen sie überwiegend leer. Gesagt wird oftmals dann, dass sie in eine kleinere Wohnung ziehen müssten, um einen Zuschuss zu bekommen. Aber wo finden diese Senioren noch eine kleinere, bezahlbare Wohnung, egal in welchem Bundesland sie zuhause sind?

O-Ton einer Seniorengruppe: „Diese Scheißpolitiker sind ja nicht betroffen, die haben ja meistens Eigentum und wenn nicht, dann zahlen die ihre Miete aus der Portokasse. Die haben sich ja schon wieder die Diäten erhöht. Die schwimmen ja in der Kohle! Alle 22 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland müssten einfach nicht mehr zur Wahl gehen. Wir hören nur noch Klimawandel.“ Überdies verurteilen viele Wählerinnen und Wähler, dass die Politiker immer respektlos von „den Menschen“ sprechen. Sie meinen, so auch wir von der Redaktion, dass sie eher von Bürgerinnen und Bürgern sprechen sollten oder gar von Mitbürgerinnen und Mitbürgern.

Zu diesem Themakomplex haben wir den SPD-Bundestagsabgeordneten, Dr. Karamba Diaby (Foto), Integrationsbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion, befragt. Seine Antwort: "Nach der Finanzkrise von 2008 sind Mieten und Wohnungspreise deutlich gestiegen. Dabei gilt weiterhin: Wohnen ist ein Grundbedürfnis des Menschen und keine Ware. Die Wohnkostenbelastung befindet sich häufig jenseits der 30 Prozent Bruttokaltmiete. Daher ist unser Ziel klar: mehr bezahlbarer Wohnraum muss her. Dafür brauchen wir ein Zusammenspiel aus mehr Investitionen, sozialem Wohnungsbau und zielgenauen Änderungen im Mietrecht und in der Sozialpolitik. Wir haben zum Beispiel in der vergangenen Woche das Wohngeldstärkungsgesetz in den Deutschen Bundestag eingebracht. Ab 2020 werden mehr Haushalte mehr Wohngeld erhalten. Davon profitieren 660.000 Menschen in unserem Land. Mit einer Dynamisierung wird das Wohngeld alle zwei Jahre an die Miet- und Einkommensentwicklung automatisch angepasst. Das ist ein echter sozialpolitischer Fortschritt. Doch das wird nicht reichen. Einen Mietendeckel, wie ihn der Berliner Senat vorsieht, kann ich mir deshalb grundsätzlich in allen Städten vorstellen, die unter steigenden Mietpreisen leiden."

 

Verkehrschaos in der Bonn-Duisdorfer Brunnenstraße

BR. SPD-Stadtverordnete, Gabi Mayer, hat festgestellt, dass sich im Bonn-Duisdorfer Oberdorf über die Jahre hinweg das Verkehrsaufkommen derart gesteigert habe, dass die Straßen beidseitig und bis in die Kurvenbereiche hinein zugeparkt werden. Um sich ein Bild zu machen und mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen, hatte die SPD im Juli einen Antrag gestellt. Den hatte die Verwaltung mit dem Hinweis abgelehnt, dass sie ja vor fünf Jahren eine Begehung gemacht und Maßnahmen ergriffen habe.

Frau Mayer: "Deshalb fragt die SPD jetzt konsequent weiter. Welche Maßnahmen waren damals ergriffen worden, und wie schätzt die Verwaltung die Situation heute ein? Was kann man noch tun, um die insbesondere in und um die Brunnenstraße die Verkehrssituation zu entschärfen?"

Gabi Mayer, verkehrspolitische Sprecherin der Bonner SPD-Fraktion, betont: „Den Anwohnern, die sich bei mir beschweren, hilft es nicht, dass man vor fünf Jahren schon mal was versucht hat. Wir brauchen eine verkehrliche Entlastung in dem Bereich und warten jetzt gespannt auf Lösungen."

Fahrradklimatest: Bonn wird immer schlechter

Note 4,2 für die „Fahrradhauptstadt“ Bonn

 

Bonn ist mit seinem Ziel, bis 2020 Fahrradhauptstadt in NRW zu werden, krachend gescheitert. Im bundesweiten Fahrradklimatest des ADFC belegt Bonn unter den 39 Großstädten mehr als 200.000 Einwohnern mit der Note 4,22 nur Rang 26. Bonn hat damit weitere vier Plätze verloren, die Note verschlechterte sich um knapp 0,2 Punkte. Der einzige Pluspunkt, der ein noch stärkeres Abrutschen verhinderte, war die positive Bewertung des neuen Leihradsystems, das die Note 3,4 erhielt. 1664 Radfahrer haben sich am aktuellen Test allein in Bonn beteiligt, doppelt so viele wie 2016. Wirklich positiv bewertet wird in Bonn nur die großflächige Öffnung von Einbahnstraßen (2,4). Mit befriedigend werden nur wenige Punkte wie Wegweisung, Fahrradklima, Leihradsystem und die Erreichbarkeit der Innenstadt bewertet. Alles andere schwankt zwischen vier und vier minus. In drei Kriterien hat sich Bonn erstmals eine Fünf eingehandelt, nämlich für die Führung an Baustellen, die mangelnde Breite der Radwege und Radstreifen sowie die mangelhafte Kontrolle von Falschparkern auf Radwegen. Der weiter wachsende Fahrraddiebstahl und die mangelhafte Aufklärungsrate der Bonner Polizei wird mit 4,9 ebenfalls als miserabel bewertet.

„Das ist ein wirklich blamables Ergebnis für die Stadt Bonn“, so ADFC-Vorsitzende Annette Quaedvlieg. „Bonn ist in den vergangenen Jahren von Platz 18 auf 26 abgerutscht und bekommt die Quittung dafür, dass die Politik keine unbequemen Entscheidungen fällt.“ Seit 30 Jahren fordert der ADFC ohne Erfolg eine Fahrradunterführung am Kaiserplatz. Es fehlen Radpendlerrouten aus dem Umland in die Stadt. In den viel gerühmten Fahrradstraßen lässt Bonn unverminderten Autoverkehr zu und bremst den Radverkehr durch generelles Rechts-vor-Links. Die Kappung des Cityrings zugunsten des Radverkehr traut sich die Stadt ebenso wenig zu wie die Reduzierung von Autospuren zugunsten von Radspuren. Die Führung des Radverkehrs an Baustellen ist weiterhin ein Skandal wie das Beispiel Viktoriabrücke zeigt, wo der Radverkehr für mehrere Jahre unter miserablen Bedingungen erfolgt. Es gibt keine grünen Wellen für den Radverkehr und auch keine guten und schnellen Querungen der Innenstadt in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung. „Die Bonner Politik bekommt jetzt die Quittung dafür, dass sie nur Sonntagsreden hält und keinen Mumm hat, wirklich eine Verkehrswende einzuleiten. Für eine UN-Stadt, die auf Nachhaltigkeit setzt, ist das ein Armutszeugnis“, so Quaedvlieg.

Schwach ist auch das Ergebnis der 14 Städte und Gemeinden aus dem Rhein-Sieg-Kreis. „Die Hoffnung, dass sich die Talfahrt des Kreises durch den Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Städte, Kreise und Gemeinden stoppen oder sogar umkehren lässt, hat sich bisher leider nicht erfüllt“, bedauert Peter Lorscheid, verkehrspolitischer Sprecher des ADFC im Rhein-Sieg-Kreis. Fast 2100 Radfahrer haben das Fahrradklima in der Region bewertet. Nur Meckenheim, das seit Jahrzehnten gezielt den Radverkehr fördert und über ein durchgehenden Radverkehrsnetz verfügt, hat mit der Note 2,96 ein auch im bundesweiten Vergleich gutes Ergebnis erreicht und landet damit auf Rang 4 der bundesweit 311 Städte zwischen 20.000 und 50.000 Einwohnern. Ebenfalls erfreulich: Trotz seiner ländlichen Lage und vielen Ortsteile schlägt sich Euskirchen mit der Note 3,66 erfreulich gut und kommt auf Platz 15 der 106 Städte zwischen 50.000 und 100.000 Einwohnern. In dieser Kategorie schafft es Troisdorf nur noch auf Platz 65 (Note 4,08) und Sankt Augustin auf Platz 71 (4,12). „Die Entwicklung der einstigen Vorzeigestadt Troisdorf stimmt wirklich traurig. Nachdem das Programm ,Fahrradfreundliches Troisdorf‘ einst so viele Früchte trug, ruht sich die Stadt auf den Lorbeeren aus“, kritisiert Lorscheid.

Ganz schlimm sieht es im bundesweiten Ranking der 331 Städte zwischen 20.000 und 50.000 Einwohnern aus. Neben Meckenheim auf Rang 4 schaffen nur noch Lohmar auf Platz 75 (Note 3,66) und Niederkassel auf Platz 147 (Note 3,87) akzeptable Ergebnisse. Mit Bornheim, Königswinter, Rheinbach und Bad Honnef liegen dagegen vier Städte des Rhein-Sieg-Kreises mit Noten von 4,5 unter den letzten 20. „Wie die Touristenstadt Königswinter den Radverkehr an der Uferpromenade sperren kann, aber den Autoverkehr beibehält, das bleibt ihr Geheimnis“, so Lorscheid. Viele Städte im Kreis versäumen laut ADFC die Möglichkeit, vorhandene Feld- und Wirtschaftswege zu einem Radverkehrsnetz zu verbinden und setzen auch in den Kernstädten vorrangig auf den Autoverkehr, kritisiert Lorscheid. Der Landesbetrieb Straßen.NRW müsste viel mehr Radwege entlang von Landstraßen bauen, auf denen es immer wieder zu tödlichen Unfällen kommt, wie zuletzt in Bornheim und Königswinter. 

 

Grüner Pfeil für Radler

findet große Zustimmung bei den Bonnern

 

 

MRad. Wir haben über 60 Bürgerinnen und Bürger, meist jüngere Leute, darunter zahlreiche Fahrradfahrer, gefragt, ob sie sich den grünen Pfeil, wie bei den Autofahrern, ein Relikt aus DDR-Zeiten, auch für Radler wünschen. Alle sprachen sich dafür aus. Einer meinte: “Ich bin dafür, obwohl ich kein Radler bin, aber bei meinem Chef bin ich ein Radfahrer und da brauche ich keinen grünen Pfeil, sondern ihm nur zum Mund zu reden.” Schallendes Gelächter bei einer Besuchergruppe aus Gelsenkirchen.

Wir wollten auch wissen, wie Kommunalpolitiker über die Einführung des grünen Pfeils für Fahrradfahrer in Bonn denken.

Die Bonner SPD-Stadtverordnete, Gabi Mayer, meinte: “Ich halte es für denkbar, dass der Grünpfeil für Fahrräder auch in Bonn den Radverkehr flüssiger und sicherer macht. Insgesamt darf aber eine solche Sonderregelung nicht darüber hinwegtäuschen, dass in Bonn weiter viele Radwege fehlen und insgesamt viel zu wenig für die Sicherheit der Rad fahrenden getan wird.”

Und der Bonner CDU-Stadtverordnete, Bert Moll, antwortete uns auf Anfrage: “Das Bundesverkehrsministerium prüft derzeit, ob das Rechtsabbiegen nur für Fahrradfahrer an roten Ampeln durch ein neu einzuführendes Verkehrszeichen erlaubt werden soll. Dazu findet im Jahr 2019 ein einjähriger Pilotversuch an insgesamt 40 signalisierten Kreuzungen in den Städten Bamberg, Darmstadt, Düsseldorf, Köln, Leipzig, München, Münster, Reutlingen und Stuttgart statt. Bei Erfolg könnte der Grünpfeil für den Fahrradverkehr ab Mitte 2020 bundesweit eingeführt werden. Als planungs- und verkehrspolitischer Sprecher der CDU- Ratsfraktion der Stadt Bonn, begrüße ich diesen Pilotversuch auf dem Weg, das Fahrradfahren im städtischen Umfeld noch attraktiver zu machen.”

“Die SPD setzt auf den Radverkehr. Ohne eine Verbesserung der Verkehrssituation für Rad fahrende werden wir die Verkehrsprobleme in Bonn nicht in den Griff bekommen. Ich finde die Lösung aber interessant”, meinte der Bonner SPD-Politiker, Dominik Loosen.”

Der Grünpfeil soll Radfahren schneller und attraktiver machen, so meinen die Verkehrsexperten. Der Radler müsste dann nicht mehr zwingend anhalten. Er könnte dann nach kurzem Anhalten, sofern es die Verkehrslage zulässt, vorsichtig nach rechts abbiegen. So könnten Radler zügiger vorwärts kommen. Das Radfahren soll gleichzeitig attraktiver werden, hoffen verschiedene Verkehrsexperten. Außerdem landen Radler nicht so oft im toten Winkel von Autos und Lastwagen, wenn sie schon früher abbiegen dürfen.

 

Genuss-Erlebnisse mit Herz und Romantik pur verschenken

 

BR. Genuss-Erlebnisse mit Herz und Romantik pur verschenken mit dem blauen Gutscheinbuch. Der Valentinstag am 14. Februar ist die perfekte Gelegenheit, sich gemeinsam mit seinem Schatz wieder einmal eine Auszeit vom Alltag und Zeit für die Liebe zu nehmen. Viele Anregungen für romantische Stunden zu zweit bietet die „Schlemmerreise mit Gutscheinbuch.de“. Der Gastro- und Freizeitführer lädt mit hochwertigen Gutscheinen zu Erlebnissen ein, die die Herzen von Verliebten höher schlagen lassen. Sich bei einem Candle-Light-Dinner tief in die Augen schauen, bei einem Salsa-Kurs gemeinsam in den siebten Himmel tanzen oder bei einem Thermen-Tag zusammen die Seele baumeln lassen: Die „Schlemmerreise mit Gutscheinbuch.de“ ist ein kreatives Füllhorn für romantische Aktivitäten zu zweit, die auch noch lange nach dem Valentinstag in Erinnerung bleiben. Der blaue Gastro- und Freizeitführer bietet eine große Auswahl an 2für1- und Wert-Gutscheinen für Restaurants, Wellness, Freizeit und vieles mehr. Restaurants spendieren etwa das zweite Hauptgericht, im Kino ist die zweite Eintrittskarte gratis oder der Partner kommt kostenlos mit in die Salzgrotte.

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Gemeinsames Schreiben zur

Flüchtlingshilfe an Kanzlerin Merkel

In einem gemeinsamen Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel bieten die Städte Düsseldorf, Köln und Bonn der Bundesregierung an, in Not geratene Flüchtlinge aufnehmen zu wollen. Dabei setzen sich die Oberbürgermeisterin und die beiden Oberbürgermeister der Städte auch dafür ein, die Seenotrettung im Mittelmeer aus humanitären Gründen wieder zu ermöglichen.

"Wir wollen ein Signal für Humanität, für das Recht auf Asyl und für die Integration Geflüchteter setzen", so die drei Stadtoberhäupter Henriette Reker (Köln), Thomas Geisel (Düsseldorf) und Ashok Sridharan (Bonn).

"Wir stimmen mit Ihnen überein, dass es eine europäische Lösung für die Aufnahme, die Asylverfahren sowie die Integration oder die Rückführung von Geflüchteten geben muss. Bis eine europäische Lösung mit allen Beteiligten vereinbart ist, ist es dringend geboten, die Seenotrettung im Mittelmeer wieder zu ermöglichen und die Aufnahme der geretteten Menschen zu sichern. Unsere Städte können und wollen in Not geratene Flüchtlinge aufnehmen - genauso wie andere Städte und Kommunen in Deutschland es bereits angeboten haben", heißt es in dem Brief an die Kanzlerin weiter. Damit wollen sich die drei Städte gegen die vermeintlich herrschende Stimmung stellen, dass "Zäune und Mauern statt eines gerechten europäischen Verteilsystems die Not der Geflüchteten lösen können".

Seit Anfang des Jahres erreicht die menschliche Katastrophe im Mittelmeer neue erschreckende Ausmaße. Mehr als 1.400 Menschen sind seitdem an den Grenzen der Europäischen Union gestorben. Allein im Juni ertranken 629 Menschen auf dem Weg über das Mittelmeer - unter anderem als unmittelbare Folge der Behinderung und Kriminalisierung von privaten Initiativen zur Seenotrettung.

 

Bonn/Berlin-Geschäftsstelle wird eingerichtet

 

Der Rat der Stadt Bonn hat in seiner Sitzung am Dienstag, 10. Juli 2018, beschlossen, eine Bonn/Berlin-Geschäftsstelle einzurichten. Die Stadt Bonn wird Räume und Sachmittel zur Verfügung stellen und eine neue Stelle im Stellenplan schaffen. Der Rhein-Sieg-Kreis und die Kreise Ahrweiler und Neuwied beteiligen sich ebenfalls anteilig am Aufbau und Unterhalt der Geschäftsstelle.

Die neue Bonn/Berlin-Geschäftsstelle soll sich an den Verhandlungen über die Zusatzvereinbarung beteiligen und die Umsetzung des Vertrages begleiten. Sie soll spätestens im Oktober 2018 ihre Arbeit aufnehmen. Die Ausarbeitung dieses "Bonn-Vertrags" bietet aus Sicht der Stadt Bonn die Chance, den erfolgreichen Strukturwandel in der Region weiter in die Zukunft zu führen und negative Entwicklungen, die mit dem sogenannten Rutschbahneffekt der Arbeitsplätze nach Berlin zusammenhängen, vertraglich entgegenzuwirken.

Die im Februar 2016 eingerichtete Arbeitsgruppe Bonn/Berlin hatte erreicht, dass im aktuellen Koalitionsvertrag der Bundesregierung vermerkt wurde, dass sie zum Berlin/Bonn-Gesetz steht und Bonn das zweite bundespolitische Zentrum bleibt. Außerdem will der Bund mit der Region Bonn sowie den Bundesländern NRW und Rheinland-Pfalz eine vertragliche Zusatzvereinbarung schließen.

Zu der "Bonn/Berlin-Runde" gehören neben dem Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan und den Landräten des Rhein-Sieg-Kreises, der Kreise Ahrweiler und Neuwied, die EU-, Bundestags- und Landtagsabgeordneten der Region, Vertreter der Staatskanzleien in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie weitere Experten.

 

Bonner Mieterbund begrüßt das Baulandmodell

 

Der Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr, an der Spitze Vorsitzender Bernhard von Grünberg, begrüßt, dass der Rat der Stadt Bonn endlich ein Baulandmodell beschlossen hat, das der Mieterbund schon seit Jahren fordert.

Nicht ganz nachvollziehbar ist allerdings, dass, nachdem bisher 50 Prozent preisregulierte Wohnungen (30 Prozent öffentlich geförderter, 20 Prozent preisgedämpfte Wohnungen) in der Diskussion waren, jetzt nur 40 Prozent beschlossen sind.

Nachvollziehbar ist, dass eine Preisdämpfung ohne Förderung wirtschaftlich und verwaltungstechnisch schwierig ist. Die Zahl der eigentlich öffentlich geförderten Wohnungen mit dem üblichen Wohnberechtigungsschein A soll nur noch 20 Prozent statt bisher 30 Prozent sein.

Entscheidend ist, dass die Stadt Bonn jetzt auch die Voraussetzungen für den Wohnungsbau schafft. Da das Baulandmodell nur für größere Bauprojekte gilt, müssen auch die Bebauungspläne und die Grundstücke hierfür entwickelt werden. Um dies überhaupt umsetzen zu können, muss die Stadt daher alles tun, damit Planungsamt und Wohnungsabteilung des Amtes für Soziales und Wohnen wieder hinreichend personell besetzt sind. Es muss eine aktive Grundstücksentwicklung geben und mehr Bauherren für den öffentlich geförderten Wohnungsbau, die möglichst dauerhaft Bindungen zusagen.

Bernhard von Grünberg, Vorsitzender des Mieterbundes Bonn: „Wer jetzt nicht das Bauen fördert, treibt die Mieten hoch. Vielen Bonnern wird dann ihr Zuhause genommen, weil sie gezwungen werden, wegzuziehen.“

 

Rat beschließt Fortschreibung des Mietspiegels

 

Der Rat der Stadt Bonn hat in seiner Sitzung am 10. Juli 2018 die Fortschreibung des qualifizierten Bonner Mietspiegels von 2016 beschlossen.

Der Lebenshaltungskostenindex, ermittelt vom Statistischen Bundesamt, bildet die Grundlage für die Fortschreibung. Dieser zeigt einen Anstieg von 2,4 Prozentpunkten zwischen September 2015 und September 2017. Um die Mietwerte an diese Entwicklung anzupassen, werden die Ergebnisse des Mietspiegels 2016 mit dem Faktor 1,024 multipliziert.

Im Arbeitskreis Mietspiegel hatten – ohne Beteiligung von Haus und Grund - sowohl die Stadt Bonn als auch der Mieterbund der Fortschreibung zugestimmt. Der nächste qualifizierte Mietspiegel wird für das Jahr 2020 aufgestellt. Erste Vorbereitungen dazu beginnen im Herbst 2018.

www.bonn.de/@mietspiegel

 

40 Prozent der Männer stehen fast täglich am Herd

 

BR. Schaut man sich die uninteressanten Kochsendungen im Fernsehen an, wo beispielsweise sogenannte prominente Köche, manche unhygienisch mit Bart, von einem Fuß auf den anderen treten und den Frauen und Männern beim Kochen zuschauen, dann muss man staunen, mit welchen „Materialien“ die Koch-Wettbewerber arbeiten dürfen, die vielen Bürgerinnen und Bürgern hierzulande aus Kostengründen versagt sind.

Wie sieht es in deutschen Küchen wirklich aus? Wer kocht heutzutage noch selbst? Natürlich die Frauen und Mütter, die ihre Kinder mit warmer Kost versorgen. Nach unserer Befragung der Frauen in Bonn, gibt es nicht selten Nudeln, in verschiedener Form, in erster Linie „schnelle“ Spaghetti.

Die Ergebnisse des 13. Ernährungsberichts der Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bringen es an den Tag: 61 Prozent in Deutschland kochen fast täglich. Bei Kinderversorgung steigt die Zahl auf knapp 68 Prozent. Gut ein Drittel der Frauen kochen ein- bis viermal pro Woche selbst, nur drei Prozent nie. Immerhin stehen 40 Prozent der Männer fast täglich am Herd. Beachtlich!

Die Datengrundlage bildet die Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) mit 6.956 Teilnehmern.

 

CDU-Politiker beim CareCampBonn-Kongress zu Gast

 

Der Bonner CDU-Landtagsabgeordnete, Christos Katzidis, besuchte den CareCampBonn-Kongress. Das CareCampBonn startete zum zweiten Mal in Bonn, im „BaseCamp Young Hostel“ in Dottendorf.

Über 200 interessierte Pflegeschüler und die Fachpresse hatten sich dafür angemeldet. Vor Ort informierte sich Katzidis bei dem Organisator des Kongresses, Marc Bennerscheidt, über die mobile Intensivpflege.

Hinter der außerklinischen Intensivpflege verbirgt sich die Versorgung von schwerstpflegebedürftigen Menschen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen, die sich zu Hause pflegen lassen möchten. Gerade in diesem Bereich ist eine gute Ausbildung wichtig, denn jederzeit kann eine lebensbedrohliche Situation eintreten. Das Pflegepersonal in der Intensivpflege muss nicht nur die dreijährige Ausbildung zur examinierten Pflegefachkraft absolvieren, sondern sich auch jährlich fortbilden.

Der CDU-Politiker Katzidis: „Ich konnte mir auf dem Kongress ein Bild von der außerklinischen Intensivpflege machen und erfahren, was für Herausforderungen auf Pflegeschülerinnen und Schüler zukommen. Die Arbeit mit Kranken hat gerade für mich als christdemokratischer Politiker eine hohe Bedeutung, insbesondere vor dem Hintergrund, dass ich selber fast 16 Jahre meine krebskranke Mutter zu Hause gepflegt habe. Deshalb kann ich die Herausforderungen und Schwierigkeiten des Berufes gut nachvollziehen und werde mich dafür einsetzen, dass im Bereich der Pflege die Berufssituation verbessert wird.“

 

Elektrogelenkbus wochentags auf der Linie 601

 

Mit einem Elektro-Gelenkbus des Herstellers Sileo setzt SWB-Bus und Bahn die Testreihe mit eBus-Modellen vom 13. bis 30. November (Ausnahme 16. November/Änderungen vorbehalten) fort. Im Linieneinsatz ist in Bonn erstmals ein Elektro-Gelenkbus, der aufgrund seiner hohen Reichweite nicht auf der Strecke nachgeladen werden muss: ein Novum auf dem Markt der Elektrobusse. 

Die Bonner Bürger können sich damit wieder selbst ein Bild von der Funktionalität der Elektromobilität und dem Gelenkbus-Modell machen. Der Elektrobus wird wochentags regulär im Linienverkehr auf der Linie 601 eingesetzt: von Freitag, 13. November bis Montag, 30. November 2015 (Ausnahme 16. November/Änderungen vorbehalten).  

Der Elektrobus befördert wie alle anderen Busse im Linienverkehr nur Fahrgäste mit gültigen Fahrscheinen. Die Stadtwerke Bonn haben wieder Fahrer für den Einsatz auf diesen Bus gesondert geschult.

Der SWB-Bus und Bahn setzt sich seit geraumer Zeit mit der neuen Technik der Elektromobilität und einer möglichen Umstellung der Busflotte von Diesel- auf Elektroantrieb auseinander. Eine Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das Busliniennetz der Stadt Bonn mit Ausnahme des Airportbusses grundsätzlich geeignet ist für eine mögliche Komplettumstellung. Die Praxistests ergänzen nun die theoretischen Überlegungen. Das Nahverkehrsunternehmen hat bereits entschieden, sechs eigene Elektro-Standardbusse (12 Meter Länge) ab Anfang 2016 im SWB-Busliniennetz einzusetzen. Auch dieses Testfahrzeug wird mit dem SWB-Ökostromprodukt BonnNatur Strom und damit CO2-frei angetrieben.

 

Derletal-Teiche gefährden Naherholungsgebiet

 

In seiner Pressemitteilung schreibt der Bonner Stadtverordnete Bert J. Moll: "Der zunehmend schlechte Zustand der Teiche im Derletal gibt schon seit längerem Anlass zur Sorge. Insbesondere die starke Algenbildung im Sommer und die Versandung der oberen Teiche hat den CDU-Ratsherrn Bert Moll bereits 2013 dazu veranlasst, in der Bezirksvertretung Hardtberg den Antrag zu stellen, die Teichanlage im Derletal von Grund auf zu reinigen und den Bachabfluss zu verbessern. Da die Verwaltung seinerzeit in der Aussprache gesagt hatte, die Maßnahme zwar nicht in 2014, aber in 2015 umsetzen zu wollen, ist die Stellungnahme jetzt enttäuschend und ernüchternd. Die Verwaltung zeigt auf, dass nach den heute gültigen wasserwirtschaftlichen Erkenntnissen die drei Teiche nicht mehr in der ausgeführten Anlage zugelassen werden dürften, da ein natürlicher Bachlauf grundsätzlich zu erhalten sei und stehende Gewässer lediglich durch einen Abzweig von dem Bachlauf versorgt werden sollen. In der Konsequenz wären bei einer Sanierung aller drei Teiche der Bauchverlauf in einem neu zu erstellenden Bachbett an den Teichen vorbei zu legen und die Teiche jeweils durch einen Abzweig mit Wasser zu versorgen. Diese Sanierung, die einen langen Planungsvorlauf mit einer Reihe von Gutachten voraussetze, werde aber von der Verwaltung wegen der Kosten und des Aufwandes nicht als Lösung vorgeschlagen. Stattdessen schlägt die Verwaltung vor, die derzeitige Situation zu belassen und lediglich durch gärtnerische Pflegearbeiten im Bereich des unteren Teiches und regelmäßige Reinigung von Unrat den derzeitigen Zustand zu erhalten“.

Moll sagt dazu, dass es traurig sei und soweit kommen musste. Moll weiter: „Der Umstand, dass die drei hintereinanderliegenden Teiche aufgrund der relativ geringen Menge an durchfließendem Wasser aus dem Heilsbach im Sommer schnell veralgen, war der Verwaltung, wie aus einer Stellungnahme aus 1998 zu entnehmen ist, bereits seit Längerem bekannt. Eine offensichtliche Undichtigkeit des mittleren Teiches war damals schon eine der Ursachen für die allmähliche Verlandung der beiden oberen Teiche. Es ist nicht akzeptabel, dass die Verwaltung in den vergangenen Jahren nichts für die Sanierung getan hat und jetzt empfiehlt, wegen der Haushaltslage alles so zu belassen, wie es ist. Dann werden nicht nur die oberen, sondern auch der untere Teich eines Tages verschwunden sein. Ich werde angesichts der hohen Kosten zurzeit zwar keine Sanierung aller Teiche verlangen können, es muss aber alles Mögliche getan werden, dass zumindest der große untere Teiche auf Dauer seine Attraktivität als prägendes Element im Naherholungsgebiet Derletal erhält“.

 

Mehr Sicherheit für Fußgänger –

Gefahrenstelle wird entschärft

 

Für Fußgänger, die auf der Rechtsabbiegespur des Konrad-Adenauer-Damms in die Julius-Leber-Straße auf dem dortigen Überweg die Fahrbahn queren, kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Diese resultieren insbesondere daraus, dass durch die örtlichen Gegebenheiten Fußgänger von den oft zu schnell fahrenden Kraftfahrzeugführern zu spät gesehen werden.

Der Vorsitzende der Hardtberger CDU Bezirksfraktion und Brüser Berger Bezirksverordnete, Wolfgang Esser, hatte daher das Straßenverkehrsamt gebeten zu prüfen, durch welche geeigneten Maßnahmen die Sicherheit für Fußgänger in diesem Bereich erhöht werden kann. Als Ergebnis teilte das Straßenverkehrsamt Esser jetzt mit, dass im Bereich des letzten Rechtsabbiegepfeils dre sogenannte Rüttelstreifen quer zur Fahrbahn markiert werden und zusätzlich einige Meter weiter ein Piktogramm „Fußgänger kreuzt“ auf die Fahrbahn aufgetragen wird.

Esser bedankte sich bei der Verwaltung für die Überprüfung der Verkehrssituation. Er ist davon überzeugt, dass durch die beabsichtigten Maßnahmen die Sicherheit für die Fußgänger deutlich erhöht wird und bittet um möglichst zügige Umsetzung.

 

Stadtwerke Bonn gehen mit gutem Beispiel

im kommunalen Klimaschutz voran

 

 

Beispielgebend für den Klimaschutz":

NRW-Umweltminister

Johannes Remmel zeichnete das Heizkraftwerk Nord im Rahmen der Initiative "KlimaExpo.NRW" aus.

 

Foto: Stadtwerke Bonn/

Martin Magunia.

 

 

 

 

ws. Mit dem Ausbau des Heizkraftwerks Nord zu einer hocheffzienten Gas-und-Dampfturbinen-Anlage haben die Stadtwerke Bonn (SWB Energie und Wasser) einen großen Schritt in Richtung kommunalem Klimaschutz getan. Die Landesinitiative KlimaExpo.NRW hat das Projekt in seine Riege qualifizierter Projekte aufgenommen. NRW-Umweltminister Johannes Remmel überreichte die Urkunde an SWB-Geschäftsführer Peter Weckenbrock.
Der Ausbau des Heizkraftwerks Nord zu einer hocheffizienten Gas-und-Dampfturbinen-Anlage ist eines der größten Investitionsprojekte in der mehr als 130-jährigen Geschichte der Stadtwerke Bonn. Durch Kraft-Wärme-Kopplung und die Nutzung der Energie aus der Müllverwertung produziert das Kraftwerk hocheffizient Fernwärme und Strom. Dabei erreicht es nun einen Wirkungsgrad von 90 Prozent. Die Stromerzeugung ist um 30 Prozent gestiegen, die CO2-Emissionen für Strom und Wärme sind um mehr als 30 Prozent gesunken. Die Einsparungen belaufen sich auf bis zu 194.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

Um dieses außergewöhnliche Engagement im Klimaschutz zu würdigen, übergab NRW-Umweltminister Johannes Remmel am Donnerstag, 18. Februar 2016, die offizielle Urkunde zur Qualifizierung für die KlimaExpo.NRW an SWB-Geschäftsführer Peter Weckenbrock. „Die Kraft-Wärme-Kopplung ist der schlafende Riese der Zukunftsenergien. Und sie bringt entscheidende Fortschritte für Energie wende und Klimaschutz“, erklärte Minister Remmel. „Deshalb ist dieses Projekt beispielgebend für andere Kommunen in NRW und einer von 1.000 ‚Schritten in die Zukunft‘.“

Ausbau des Kraftwerks erschließt neue Fernwärme-Potenziale

Die Modernisierung des Heizkraftwerks Nord war für die Stadtwerke Bonn der erste Schritt und die Voraussetzung für den Ausbau klimaschonender Fernwärme in Bonn: Der Ausbau des Kraftwerks schuf die Voraussetzung für das Projekt „Fernwärme 2020“ und für den Ausbau des Fernwärme-netzes, für die Erschließung neuer Versorgungsgebiete, den Anschluss neuer Kunden im beste-henden Netz und die Umstellung alter, ineffizienter Einzelfeuerungen auf die Fernwärme. „Die Würdigung durch die KlimaExpo.NRW bestätigt unser Engagement für den Klimaschutz und für die lokale Energiewende. Sie ist ein Lob an das gesamte Team“, erklärt SWB-Geschäftsführer Peter Weckenbrock. 
Mit dem Projekt folgt SWB Energi e und Wa sser dem von der Stadt Bonn politisch beschlossenen Leitbild „Nachhaltigkeit in Energienutzung, Mobilität und städtischer Entwicklung“. „Ein Schlüssel-faktor im kommunalen Klimaschutz ist in Bonn die Wärmeversorgung“, erklärt Rüdiger Wagner, Umweltdezernent der Stadt Bonn. Denn rund 40 Prozent der CO2-Emissionen in Bonn entfallen auf Gebäude, davon wiederum allein 80 Prozent auf die Wärmeversorgung.

Kraftwerk verhilft Bonn zu Spitzenreiterposition bei sauberer Energiegewinnung

Ein Vergleich der Klimaschutzagentur „Klima ohne Grenzen“ unter Grundversorgern in den 20 größ-ten deutschen Städten in Deutschland hat Bonn unangefochten den höchsten Anteil Erneuerbarer Energien (61 Prozent) im Strommix und die geringsten Kohlendioxid-Emissionen pro Kilowattstun-de (191 Gramm) bescheinigt. Die moderne Gas-und-Dampfturbinen-Anlage trägt ihren Anteil dazu bei: Die Bonner Fernwärme speist sich zu 50,3 Prozent aus regenerativen Quellen, ist test iert mit einem Primärenergiefaktor von „0“ und damit nach den Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) faktisch dem Einsatz Erneuerbarer Energien gleichgestellt. 

„Die Bundesstadt Bonn nimmt als Sitz des Klimasekretariats der Vereinten Nationen ihre besondere Verantwortung für den Klimaschutz sowohl in internationalem Rahmen als auch auf lokaler Ebene durch die Umsetzung konkreter Klimaschutzmaßnahmen wahr“, resümiert Rüdiger Wagner.

 

Stadt Bonn legt Flüchtlingskonzept

 

für die weitere Unterbringung vor

 

Die Unterbringung von Flüchtlingen in Bonn hat eine neue Dimension angenommen: Waren es im Juli 2015 noch rund 1000 Menschen, die die Stadtverwaltung unterbringen musste, sind es aktuell rund 3700. Und während bisher noch ausreichend leere Gebäude zur Verfügung standen, die - mit zum Teil erheblichen Baumaßnahmen - für über 2500 Menschen hergerichtet werden konnten, mussten Ende November 2015 mangels Alternative die ersten drei Sporthallen mit Flüchtlingen belegt werden, bis zum Ende des Karnevals werden es sechs sein.

Beigeordneter Martin Schumacher, Kultur- und Sportdezernent, der derzeit auch das Sozialdezernat leitet, stellte die drei parallelen Lösungswege vor, die die Stadtverwaltung im Sinne einer "Baustein-Strategie" verfolgt: A) Kurzfristige Herstellung von (auch provisorischen) Alternativunterbringungen (auch mit Mindeststandards, falls dies erforderlich ist); B) Mittelfristige Herstellung von Unterkünften, in denen auf jeden Fall eine längere Verweildauer zumutbar ist; C) Herstellung von dauerhaftem Wohnraum (Sozialer Wohnungsbau etc.).

Kurzfristige Unterbringung von rund 1700 Flüchtlingen

Baustein A: Für die Unterbringung von bis zu 1710 Personen hat die Verwaltung Lösungsansätze, die kurzfristig geprüft und gegebenenfalls umgesetzt werden. Außerdem liegen bislang nur für die Einrichtung von rund 510 dieser Plätze die notwendigen politischen Beschlüsse vor. Dazu gehören unter anderem weitere 75 Plätze in der Poliklinik (bis Mitte Februar) und die stufenweise Herrichtung der Diplomatenschule voraussichtlich ab Mai (Endausbau: 400 Plätze im August). In der Schlesienstraße könnten ab September Container 180 Menschen Platz bieten, und die Verwaltung hofft nach wie vor auf die Gebäude in Schnellbauweise, die an vier Standorten Raum für 800 Flüchtlinge böten.

Zeitgleich sollen weitere Flächen des Landes und des Bundes identifiziert werden, die kurzfristig in Anspruch genommen werden könnten, und auch der Gedanke, in den Sommermonaten Zelte aufzustellen, wird inzwischen diskutiert. Sridharan: "Wir werden uns auch an die kommunalen Spitzenverbände wenden, um Lösungen zu finden." Unter anderem müsse es eine Änderung des Baurechts geben, das bisher nur zulasse, in Gewerbegebieten für drei Jahre Wohnnutzungen zu genehmigen. Selbst die Beschlagnahme von Liegenschaften wollte der Oberbürgermeister nicht mehr ausschließen, wenn es hart auf hart käme.

Mittelfristige Unterbringung durch aufwendige Herrichtung

Baustein B: Fortgesetzt wird die kontinuierliche Prüfung von Gebäuden, die mittelfristig für die Unterbringung von Flüchtlingen in Frage kommen. Dazu gehören auch Liegenschaften, die bisher als ungeeignet, weil in der Herrichtung zu aufwändig, eingestuft wurden. "Das war und ist ein laufender Prozess", so Schumacher. "Inzwischen denken wir natürlich auch über die Absenkung von Standards nach und schauen uns vor diesem Hintergrund die Liegenschaften erneut an." Er relativierte allerdings große Hoffnungen: Ein Gebäude wie das Landesbehördenhaus oder die ehemalige Pädagogische Hochschule seien – wenn überhaupt - nur mit enorm großem Aufwand bewohnbar zu machen. Gleichwohl werde die Stadt zu ermitteln versuchen, ob die Herrichtung möglich und wie hoch der Aufwand sei. Eine Liste dieser Gebäude, soweit es sich nicht um privates Eigentum handelt, ist auf www.bonn.de zu finden.

Sozialer Wohnungsbau für Bonner mit geringem Einkommen

Baustein C, die Schaffung von dauerhaftem Wohnraum, sei ein grundsätzliches Thema, so Schumacher. Es gäbe in Bonn nicht genug Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen, eine Situation, die sich durch den Zustrom der Flüchtlinge nun umso dringlicher darstelle. Auch hier soll weiter mit Nachdruck nach geeigneten Grundstücken gesucht werden. Als Beispiel nannte Schumacher das Bundesgebäude in der Villemombler Straße, in dem Flüchtlingen untergebracht werden könnten, während im hinteren Bereich die Vebowag Wohnhäuser errichten könnte.

Die Verwaltung identifiziert in engem Kontakt mit der Vebowag und privaten Eigentümern laufend Flächen, um ein mittel- bis langfristiges Konzept zu erarbeiten, das Wohnraum schafft. Dies soll dezentral und unter Beachtung stadtplanerischer Überlegungen geschehen, so dass die Integration und die Akzeptanz befördert werden. Einige der in Frage kommenden Flächen sind ebenfalls auf www.bonn.de zu finden.

Weiterer Zustrom: Weitere Turnhallen werden belegt

"Es ist kein Ende abzusehen", sagte Oberbürgermeister Ashok Sridharan am Montag (25. Januar) vor den Medien. "Wir müssen weiterhin mit 150 Asylsuchenden pro Woche rechnen. Bei allen Anstrengungen, Gebäude zu finden und herzurichten, wird es nicht ausbleiben, dass wir weitere Sporthallen für Flüchtlinge bereit stellen müssen. Sridharan betonte erneut, dass er den Ärger der Sporttreibenden und der Schulen verstehe. "Auch mir ist nicht wohl dabei, ausgerechnet den Bereich, der so viel zur Integration beiträgt wie der Sport, derart einzuschränken", so Sridharan. Für die nächsten Monate stünden allerdings keine Gebäude bereit, so dass auch weiterhin die größeren Sporthallen in Bonn in Anspruch genommen werden müssten.

Ab Aschermittwoch sollen nach und nach die weiteren 15 Mehrfach- bzw. Großsporthallen – von insgesamt 100 Turnhallen in Bonn – belegt werden. Ihre Gesamtkapazität von insgesamt 2700 Plätzen dürfte 18 Wochen reichen, also bis Mitte Juni.

"Das ist schmerzlich", so Schumacher. "Uns ist bewusst, dass der Schulsport an zahlreichen Schulen zum Erliegen kommt und der Vereinssport stark beeinträchtigt wird." Jetzt müssten alle zusammenrücken, um in den übrigen rund 80 kleineren Sporthallen so viel Trainingszeiten wie möglich für die Schulen und die Sportvereine zu realisieren. "Die Entscheidung, Sporthallen zu belegen, ist niemandem leicht gefallen, und sie ist auch nicht leichtfertig gefällt worden", so Schumacher.

Berechnung der Unterkunftskosten

Die Verwaltung legte auch überschlägige Rechnungen vor, welche monatlichen Kosten die verschiedenen Unterbringungsformen mit sich bringen, wo folgende Faktoren eingerechnet sind: Unterkunft und Heizung, Regelsatz 1 (sozio-kulturelles Existenzminimum/"Taschengeld"), Regelsatz 2 (Physisches Existenzminimum), Sonstiges wie Betreuung, Bewachung, Reinigung, Sozialarbeit, Ausstattung und Verwaltung. Demnach kosten die Unterbringung in einer Wohnung 840 Euro, im Hotel 1890 Euro, im Übergangswohnheim 611,80 Euro, in einer Turnhalle 1815,12 Euro und in der Ermekeilkaserne Haus 6 1305,32 Euro.

Die günstigste Variante der Unterbringung ist somit das Übergangswohnheim (ÜWH). Ursache hierfür ist die geringe Wohnfläche. Steht pro Person in einem ÜWH eine Fläche von rund 10 Quadratmetern zur Verfügung, beträgt die gesetzlich definierte Obergrenze für einen Ein-Personenhaushalt auf dem freien Wohnungsmarkt 50 Quadratmeter. Am kostenintensivsten sind Hotels, direkt gefolgt von Turnhallen. Hotels stechen durch ihre hohen Unterkunftskosten, Turnhallen durch ihre hohen sonstigen Kosten (derzeit DRK Kreisverband Bonn) für Betreuung und Bewachung heraus.

Weitere 2700 Geflüchtete bis Mitte 2016 erwartet

OB Sridharan zog ein gemischtes Fazit: "Ich unterstreiche noch einmal die Leistung aller Beteiligten in Verwaltungen und in der Zivilgesellschaft, dank der es bisher gelungen ist, die Situation in Bonn friedlich zu gestalten. Mir ist aber auch klar, dass wir jetzt in eine Lage kommen, wo viele die Einschränkungen als Zumutung empfinden. Und doch appelliere ich: Halten Sie mit uns durch und nehmen Sie uns ab, dass wir mit größtem Nachdruck daran arbeiten, die Situation erträglich zu gestalten. Und doch müssen wir uns darauf einstellen, bis zur Jahresmitte weitere 2700 Menschen unterbringen zu müssen. Da brauchen wir vor allem Solidarität auf allen Seiten."

 

Mieterbund-Chef Bernhard von Grünberg

kritisiert die Vonovia

Das größte Wohnungsunternehmen Deutschlands, die Vonovia SE (vormals Deutsche Annington) hat Ende November 2015 ihre außerordentlichen Hauptversammlung abgehalten. Hierbei ging es um die Übernahme des größten Konkurrenten, der Deutsche Wohnen AG. Die Zustimmung der eigenen Aktionäre war der erste Schritt auf dem Weg zur nächsten Großfusion auf dem Wohnungsmarkt.

Bernhard von Grünberg (Foto), Chef des Mieterbundes Bonn/Rhein-Sieg, sagt: „Die Vonovia, die bereits Anfang des Jahres die Gagfah übernommen hat, wird im Fall der Übernahme über 500.000 Wohnungen besitzen und weitere Zehntausende verwalten. Positive Veränderungen für die Mieter und die Wohnungsmärkte sind aus unserer Sicht jedoch nicht zu erwarten, das Gegenteil ist der Fall. Durch die angestrebte Übernahme der Deutschen Wohnen durch die Vonovia wird keine einzige Wohnung geschaffen. Das ist es aber, was wir angesichts der steigenden Mietpreise und der Aufnahmen von Flüchtlingen dringend brauchen: mehr Wohnungen! Angesichts des Transaktionsvolumens von rund 14 Milliarden Euro, einschließlich der Aufnahme neuer Kredite, erscheint es fraglich, ob der Wohnungsgigant, der über 6000 Wohnungen in Bonn besitzt, seine kürzlich erfolgte Ankündigung, erstmalig auch in größerem Umfang neu bauen zu wollen, tatsächlich einhalten kann. Im Gegenteil: Denn die angestrebte Fusion könne Nachteile für die Mieterinnen und Mieter bedeuten. Die Übernahme der Deutsche Wohnen wird den Druck zur Kostensenkung einerseits und Steigerung der Einnahmen andererseits erhöhen. Es wäre nicht verwunderlich, wenn anschließend die Mieten steigen.“

Mieterbund-Chef von Grünberg meint weiter: „Ein negatives Vorbild ist die Vonovia auch in der Frage der Umgehung der Grunderwerbsteuer. Ganz offen erklärt der Vorstand in der Einladung zur Hauptversammlung, wie die Fälligkeit der Grunderwerbssteuer umgangen werden soll. Nach eigenen Angaben schleust das Unternehmen so einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag an der Finanzbehörde vorbei. Das ist zwar augenblicklich legal, aber dennoch ein Skandal! Der Wachstumskurs der Vonovia ist aber auch aus anderen Aspekten kritisch zu bewerten. So wird unternehmensseitig behauptet, die Größe mache sich auch für die Mieter bezahlt, da Dienstleistungen und Materialien durch die großen Wohnungsunternehmen günstiger eingekauft werden könnten. Wir stellen jedoch fest, dass die Mieten und Betriebskosten weiter steigen, insbesondere bei Modernisierungen bittet das Unternehmen die Mieter zur Kasse. Aber auch bei den Betriebskosten finden sich immer neue Kostenpositionen, die aus unserer Sicht zweifelhaft sind." 

Der Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg meint, dass das „Unternehmen auch weiterhin seinen Wachstumskurs zu Lasten der Mieterinnen und Mieter finanzieren wird. Daher schließen wir uns den Forderungen des bundesweiten Vonovia-Aktionsbündnisses (Zusammenschluss aus Mietervereinen und -initiativen) an und fordern unter anderem vom Unternehmen: 1. Eine energetische und altengerechte Erneuerung der Wohnungsbestände, ohne dass es zu finanziellen Überlastungen und Verdrängungen der Mieterinnen und Mieter kommt und 2. korrekte, transparente und rechtzeitig belegte Betriebskostenabrechnungen.“

 SPD setzt sich für die Bebauung des Geländes

der Gallwitz-Kaserne ein

 

MRad. Wie von der SPD-Stadtverordneten Gabi Mayer (Foto) zuhören ist, steht der Bebauungsplan der Gallwitz-Kaserne auf der Tagesordnung für die kommende Sitzung der Hardtberger Bezirksvertretung.

Unter fachkundiger Leitung der Stadtverwaltung Bonn hatten sich Gabi Mayer und die beiden SPD-Bezirksverordneten Gisbert Weber (Foto links) und Dominik Loosen (Foto rechts) auf dem Kasernengelände getroffen, um letzte offene Fragen zu klären.

Wegen des 16-Meter-Gefälles und der Entwässerung, des Verlaufs der Straße durch das Gelände, konnten die SPD-Politiker Dominik Loosen und Gisbert Weber ihre Fragen mit der Verwaltung klären. „Das festgelegte erhöhte Niveau für das Erdgeschoss der dortigen Bebauung trägt ebenfalls der Hangsituation ausreichend Rechnung. Der Rückstaukanal wird den Kanal in der Villemombler Straße entlasten“, betont der Vorsitzende der SPD-Bezirksfraktion Loosen.

Rund 450 Wohneinheiten sollen dort entstehen. Nach der Berechnung der SPD-Politiker wäre das Wohnraum für rund 1200 Bürger, der, wie Frau Meyer zum Ausdruck brachte, “dringend benötigt“ werde. „Deshalb sind wir froh zu hören, dass es mehrere ernsthafte Angebote gibt, um dieses Vorhaben zu realisieren“, betonte die Stadtverordnete Mayer.

 

Mieterbund-Chef von Grünberg:

"Zu Beschlagnahmungen gibt es keine Rechtsgrundlage"

MRad. Nach dem der parteilose Bürgermeister von Nieheim, Rainer Vidal, im Fernsehen klar zum Ausdruck brachte, dass er Mieterinnen und Mieter der städtischen Wohnungen gekündigt habe und dort hinein Flüchtlinge einquartieren wolle, kommt hierzulande immer mehr Sorge auf, dass beispielsweise die Deutsche Annington und andere Immobilien-Haie ebenfalls so verfahren könnten. Dieser nicht vorbildliche Bürgermeister hat schlicht und einfach als Stadtoberhaupt Eigenbedarf angemeldet.

Wir erhielten und erhalten noch immer zahlreiche Mails in der Redaktion zu diesem Thema, gerade von älteren Mieterinnen und Mietern der Annington, die mehr als 45 Jahre in den Wohnungen leben. Eine besorgte Mieterin, die große Angst hat, dass die Annington ebenfalls Eigenbedarf anmeldet, schreibt: „Wenn ich wegen der Flüchtlinge aus der Wohnung geworfen werde, wo soll ich denn hin? Es gibt doch heute keine bezahlbaren Wohnungen mehr. Die Wohnung habe ich doch in den vielen Jahren so hergerichtet, dass ich mich in ihr wohl fühle. Ohne das mir die die Annington einen Pfennig dazu gegeben hat. Und nun soll ich raus?“ Wie weiter zu lesen ist in ihrer Mail, sei sie auch nicht mehr "ganz gesund" und könne auch "nicht mehr richtig laufen". Sie habe nächtelang nicht mehr richtig schlafen können. Ähnliche Mails erhalten wir in der Bonn-Report-Redaktion fast täglich, wo wir um Hilfe gebeten werden.

Inzwischen konnten wir alle Leserinnen und Leser, die uns in dieser Angelegenheit geschrieben haben, beruhigen. Denn dazu haben wir einen kompetenten Mann in Mietangelegenheiten befragt, und zwar den Chefs des Mieterbundes Bonn/Rhein-Sieg, Bernhard „Felix“ von Grünberg, ein lang erfahrender Experte in Sachen Wohnungsangelegenheiten. Er schreibt uns: „Dieses Gerücht ist absoluter Unsinn. Zu Beschlagnahmungen gibt es keine Rechtsgrundlage. Es gibt auch von keinem Politiker eine Bemühung sowas einzurichten. Das Gerücht wird von Rechtsradikalen gestreut, um die Menschen gegen Flüchtlinge aufzuwiegeln. Vielleicht verwechseln die Leute das auch mit dem in Bonn geltenden Zweckentfremdungssatzung, die beinhaltet, dass der Leerstand von Wohnungen über drei Monate von der Stadt genehmigt werden muss.“

Wir bedanken uns bei Herren von Grünberg für seine klare Stellungnahme zu diesem heiklen Thema, was vielen Bürgerinnen und Bürgern in Bonn und anderswo schlaflose Nächte bereitet hat.

Bonner Hardtberg-Gymnasium ausgezeichnet

Das Hardtberg-Gymnasium hat nach eingehender Prüfung durch eine Jury der Unfallkasse NRW den begehrten Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule“ erhalten. Bei einer feierlichen Veranstaltung in der Philharmonie in Essen überreichte die Schulministerin, Sylvia Löhrmann, den hoch dotierten Preis an 46 Schulen von 228 Bewerbern in NRW.

„An Ihrer Schule ist uns das angenehme und konstruktive Klima zwischen allen Beteiligten besonders positiv aufgefallen“, heißt es in der Begründung der Jury. Die Beteiligung der Eltern, Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte an Entscheidungen werde konsequent als gesundheitsförderndes Gestaltungsprinzip im Schulleben eingesetzt. Die Jury der Unfallkasse bescheinigt hier dem HBG eine hervorragende Entwicklung und Umsetzung seiner Konzepte.

„Bei der Schulprogrammentwicklung steht in vielen Bereichen die Gesundheitsförderung der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte im Vordergrund“, sagt Inge Stauder (Foto), Schulleiterin des Hardtberg-Gymnasiums. In der Vergangenheit wurde auch eine systematische Feedbackkultur eingerichtet, die dem Hardtberg-Gymnasium entscheidende Impulse zur Unterrichts- und Schulentwicklung gegeben hat, zum Beispiel bei der Neufassung eines umfassenden Beratungskonzepts.

Ausgezeichnet wurde das Hardtberg-Gymnasium auch für die Gestaltung der Schulräumlichkeiten und des Außenbereichs mit den vielfältigen Spielmöglichkeiten und dem Schulgarten.

„Dieser Preis spornt uns dazu an, Gesundheitsförderung nachhaltig in allen schulischen Strukturen noch stärker zu verankern“, versichert Inge Stauder. In der Zukunft sollen das Angebot der Cafeteria und der Mensa sowie die Arbeitsbereiche für die Lehrkräfte verbessert werden.

„Die Qualität des Unterrichts hängt auch immer von einer guten Gesundheit der Schülerinnen und Schüler und des Lehrpersonals ab“, betont auch der Leiter der Arbeitsgruppe „Gesundheit“, Carsten Dittmer. Eine gesunde Schule trägt zum erfolgreichen Lernen und zur Gestaltung einer humanen Schule bei ganz im Sinne des Festredners bei der Preisverleihung, Julian Nida-Rümelin, Professor für Philosophie an der LMU in München.

 

Bahnübergang an den Weck-Werken teuer

und unübersichtlich

MRad. Was sich so manchmal die Verkehrsplaner einfallen lassen, schreit zum Himmel! Das sieht man hier am Bahnübergang der Firma Weck in Bonn-Duisdorf. Das Ganze hätte man preiswerter und übersichtlicher machen können, so die Meinung zahlreicher Leserinnen und Leser. Ein Leser, der nicht genannt werden möchte, schreibt: „Also, wenn man von Duisdorf kommend über den Bahnübergang Richtung China Restaurant oder auch zurück in Richtung Duisdorf fahren möchte, dann ist das schon sehr gewöhnungsbedürftig.“ Der Leser hat den Bahnübergang mit dem Fahrrad überquert und musste feststellen, dass er nicht aus der Richtung des China-Restaurants kommend, auf den Fahrradweg längs der B56-Richtung nach Duisdorf kommen konnte. Er musste genauso, wie die Autos, hinter dem Hellweg die Straße in Richtung des Duisdorfer Bahnhofs fahren.                                                                                                                                                                                              Foto: Bonn-Report

Junge Flüchtlinge werden Dauerthema im Bonner Schulausschuss

 

Der Zustrom von Flüchtlingen nach Bonn hält an, es werden viele weitere Flüchtlinge in Bonn erwartet. Darunter auch zahlreiche Kinder und Jugendliche, die zum Teil auch ohne erwachsene Begleitung nach Bonn gekommen sind.

Frau Paß-Weingartz der Grünen: "Die Kinder und Jugendlichen bedürfen besonderer Unterstützung, vor allem benötigen sie Schulplätze. In Bonn sind zwar viele internationale Klassen eingerichtet worden, diese scheinen aber immer noch nicht auszureichen. Deshalb soll jetzt in jedem Schulausschuss über die Situation von jungen Flüchtlingen berichtet werden, wie viele noch ohne Schulplatz sind, welche Maßnahmen angedacht sind und auch außerschulische Maßnahmen organisiert werden können, damit eine reibungslose Integration erfolgen kann."

An Frau Paß-Weingartz wird immer wieder herangetragen, dass Jugendliche monatelang ohne Schulplatz oder Förderung seien, obwohl sie unter die Schulpflicht fallen.

Mit der öffentlichen Berichterstattung will Paß-Weingartz erreichen, dass der Druck auf alle Schulen wächst, sich für Flüchtlinge zu öffnen.

Als MP3 hier ...

www.gruene-bonn.de

 

SPD dankt Amt für Stadtgrün

 

Bagger rollen, Heckenscheren klappern, Rasenmäher röhren – der Spielplatz am Birkenweg in Röttgen verwandelt sich unter den Händen der Mitarbeiter des Amts für Stadtgrün in nur zwei Tagen vom Unkraut-Dschungel zum Spielparadies. Dafür dankt Elisabeth Zaun, sachkundige Bürgerin und zuständig für Röttgen und Ückesdorf, den städtischen Mitarbeitern ganz herzlich!

Eine Anwohnerin hatte Elisabeth Zaun auf den ungepflegten und verwucherten Zustand des Spielplatzes aufmerksam gemacht. Gemeinsam mit der Mitarbeiterin vom städtischen Spielplatztelefon stellte die Sozialdemokratin dann fest, dass der Spielplatz tatsächlich dieses Jahr aufgrund eines kleinen Missverständnisses auf der Liste der zu betreuenden Spielplätze fehlte.

„Das kann passieren“, findet Elisabeth Zaun. Umsomehr lobt sie, was danach passierte: „Fünf Mitarbeiter mit zwei Baggern und zwei Transportern sind sofort angerückt und haben den Spielplatz mit Hochdruck auf Vordermann gebracht. Die Röttgener Pänz wird das freuen und ich bedanke mich ganz herzlich bei den Mitarbeitern, die trotz Personalmangels und Urlaubszeit die Pflege des Spielplatzes spontan auf die Prioritätenliste gesetzt haben.“

Foto: Thomas Kützemeier

 

Luftqualität muss besser werden

 

Die GRÜNE Bezirksvertretungsfraktion der BV Bonn begrüßt die Anstrengungen der Stadtverwaltung, um die Luftqualität in Bonn stetig zu verbessern. Die von der Bezirksregierung Köln im Rahmen des Luftreinhalteplans vorgeschlagenen Maßnahmen sind in Teilen unbequem, aber auf jeden Fall überdenkenswert.

Bereits zahlreiche Maßnahmen aus der Vergangenheit haben gegriffen, um eine Verbesserung der Bonner Luftqualität zu erzielen. Dazu zählt unter anderem die Einrichtung der Umweltzone, wie auch das Jobticket zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.

„Das Jobticket nutzen heute wesentlich mehr Menschen als vor wenigen Jahren noch. 2006 entschieden sich für das Ticket ca. 50 000 Personen. Heute sind es ca. 64 000. Das ist ein Erfolg. Wir hoffen, dass sich dies in den kommenden Jahren noch steigern lässt. Wir sind entsprechend dem Luftreinhalteplan verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, um alle Grenzwerte einzuhalten. Im Feinstaubbereich erfüllen wir die Norm. Nun müssen im Sinne unserer Gesundheit weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die Luftqualität zu verbessern. Dazu zählen in erster Linie intelligente Verkehrskonzepte, denn insbesondere Dieselfahrzeuge und LKWs bereiten der Stadtluft Probleme. Daher setzen wir uns vehement für den weiteren Ausbau des Radverkehrs ein“, so der Sprecher der Grünen Bezirksvertretung Bonn Paul-G. Pohlmann.

Der Bonner Rolf Beu, GRÜNER Fraktionsvorsitzender im Regionalrat bei der Bezirksregierung Köln: "Die Kritik der IHK an den Vorschlägen der Bezirksregierung verwundern nicht. Wer diese Vorschläge aber ablehnt, muss auch Alternative aufzeichnen, die die Ziele ebenfalls erreichen lassen. Ein 'weiter so wie bisher' geht auf jeden Fall nicht! Wenn die Industrie- und Handelsvertreter weiterhin einen Kampf für alte Braunkohlekraftwerke, den größten republikweiten Verschmutzern führen, mit Forderungen, wie nach dem Ennert-Aufstieg zusätzlichen Schwerlastverkehr anlocken und alle innovativen Vorschläge als angeblich wirtschaftsfeindlich ablehnen, dann laufen sie Gefahr, aus dem Rheinland die dreckigste und ungesundeste Region weit und breit zu machen." 

 

Plan übernimmt Erdbebenkoordination in Gebirgsdistrikt

 

Plan International weitet seine Nothilfe in Nepal auf das abgelegene Gebirgsdistrikt Dolkha aus. Obwohl die Region nordöstlich der Hauptstadt Kathmandu zu den am schwersten getroffenen Gebieten des Landes zählt, hat dort bislang keine internationale Organisation koordinierend Hilfsmaßnahmen gestartet. Plan International eröffnete in Dolkha ein Verbindungsbüro und richtete Lagerstätten ein. Rund eine Woche nach dem Erdbeben der Stärke 7,8 organisiert das Kinderhilfswerk zusammen mit Partnerorganisationen die weitere humanitäre Hilfe in Dolkha. „Je mehr Plan in die entlegenen Regionen vorrückt, desto deutlicher wird die wirkliche Not der Kinder und ihrer Familien. Wir stehen hier erst am Anfang unserer Arbeit“, warnt Maike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International Deutschland.

Im Distrikt Dolka sind 80 Prozent der Häuser zerstört. Heute Mittag startete ein von Plan begleiteter Sonderflug in das Erdbebengebiet. Mit diesem ersten Schritt werden Planen und Decken sowie Zelte, Wasserkanister, Spaten und Spitzhacken für 1.500 Familien bereitgestellt.

Das nepalesische Bildungsministerium hat angekündigt, am 15. Mai 2015 alle Schulen im Land wiedereröffnen zu wollen. Plan International unterstützt dieses Vorhaben und übernimmt die Koordination der Zurück-in-die-Schulen-Kampagne in den Distrikten Dolkha, Sindhuli und Makwanpur. Über den Schulbesuch bekommen die traumatisierten Kinder neben Bildung auch Sicherheit, Schutz, Stabilität und ein Stück Alltag zurück. Zudem haben sie die Möglichkeit, über das Erlebte zu sprechen und es zu verarbeiten.

Die Soforthilfe von Plan International kann über den Nothilfe-Fonds unterstützt werden:

Plan International Deutschland e.V. Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE86 2512 0510 0009 4449 44, BIC: BF SW DE 33 HAN, Stichwort: „Erdbebenhilfe Nepal"

Schaumburg wurde zum

neuen CDU-Ortsverbandsvorsitzenden gewählt

 

Vor der Vorstandsneuwahl erklärte anlässlich der CDU-Mitgliederversammlung der bisherige Vorstandsvorsitzende, Bernhard Schekira, warum er nicht mehr als Vorsitzender kandidiere: „Ich wurde im September letzten Jahres zum Vorsitzenden der CDU-Hardtberg gewählt und fühle mich diesem Amt auch verpflichtet, zudem ist es guter Brauch in der CDU keine Ämter zu häufen“. Überdies sei es nach zehn Jahren an der Zeit, einem jüngeren Platz zu machen. Er sei aber bereit dem neuen Vorstand als Beisitzer zur Verfügung zu stehen und werde auch weiter als Bezirksverordneter im Hardtberg die Interessen der Bürgerinnen und Bürger engagiert vertreten. Bernhard Schekira (Foto links) hat den Staffelstab an Enno Schaumburg (Foto rechts) übergeben. Wie man hören konnte, waren die Mitglieder mit der Arbeit des bisherigen Vorstandes hochzufrieden.

Enno Schaumburg wurde mit klarer Mehrheit zum Vorsitzenden des Ortsverbandes gewählt. Er betonte: „Ich freue mich sehr, dass die Arbeit des bisherigen Vorstands so von den Mitgliedern geschätzt wird und bedanke mich für das Vertrauen, das die Parteibasis mir für die neue Aufgabe entgegenbringt“.

Der neue Vorsitzende, Enno Schaumburg, der schon seit Jahren im Vorstand der CDU-Duisdorf mitarbeitet, stellte als Kandidat für das Amt des Vorsitzenden seine Ideen für das laufende Jahr vor. Schaumburg hob hervor: „Auch in diesem Jahr wird die CDU-Duisdorf wieder mit vielen Aktionen ihre Bürgernähe unter Beweis stellen. Insbesondere geht es darum, für die CDU ein gutes Wahlergebnis bei der bevorstehenden Oberbürgermeisterwahl zu erzielen und den Chefsessel im Bonner Rathaus zurückzuerobern“. Die Mitglieder des CDU-Ortsverbandes Duisdorf zeigten sich für die bevorstehenden Aufgaben sehr zuversichtlich.

Seine Stellvertreter sind, wie in den Vorjahren, die Bezirksverordnete Sabine Kramer und der Bezirksverordnete Herbert Frohn. Als Beisitzer wurden Christopher Klima, Bert Moll, Susanne Plötz, Rüdiger Plumhoff und Maria Vianden bestätigt. Die Riege der Beisitzer wurde mit der Wahl von Bernhard Schekira und Tillmann Verbeek komplettiert. Als Organisationsleiter kümmert sich Helmut Buß weiter um die Veranstaltungen der Duisdorfer CDU.

 

Auf zu SEA LIFE!

 

Die „Herren der Tinte“ bringen Farbe nach Königswinter

 

Die Tinte des einen wurde früher zum Färben von Fotopapier genutzt, der andere kann seine Hautfarbe wechseln und ist sehr intelligent, während der Dritte bereits seit über 500 Millionen Jahren auf der Erde lebt.  Die Rede ist von Oktopoden, die seit gestern die neuen Bewohner der Sonderausstellung „Oktopus Höhle“ im SEA LIFE Königswinter sind. 

Nun heißt es: „Krake und Co. sagen Hallo“ im SEA LIFE Königswinter! Alle Baumaßnahmen sind abgeschlossen, die Tiere haben Quartier bezogen, und sind bereit, sich den Besuchern zu präsentieren. Neben Nautilus und Sepia ist der imposanteste Neuankömmling zweifelsohne der „Pazifische Riesenkrake“, der einen Durchmesser von bis zu vier Metern erreichen kann. Und neben blauem Blut faszinieren die Tiere mit drei Herzen, einer Speiseröhre, die durchs Gehirn führt und einem unglaublich intelligenten Spieltrieb.

Damit dieser Spieltrieb direkt einmal auf die Probe gestellt wird, legten sich unsere kleinen Gäste aus dem Königswinterer Kindergarten „Hasensprung“ richtig ins Zeug und bastelten kleine Würfel aus Plastiksteinen, in denen die Lieblingsspeise, Krebstiere, für die Oktopoden serviert wurde. „Kraken sind außerordentlich schlau und lernfähig. Sie können verschlossene Behälter problemlos öffnen und finden sich sogar in Labyrinthen zurecht. Für einen Oktopus ist es überhaupt kein Problem, sich sein Futter aus dem konstruierten Behälter zu holen“, erklärt Tom Lau, biologischer Leiter des SEA LIFE Königswinter.

Nach der Eröffnungszeremonie hatten die Besucher natürlich noch genügend Zeit, um dem Biologen ihre Fragen zu stellen. Warum haben Oktopoden drei Herzen? Kann man mit der Tinte der Oktopoden wirklich schreiben? Und: Wie ist das bei Kraken eigentlich mit der Paarung? Für alle Besucher, die ebenfalls auf die Antworten gespannt sind und die Neuankömmlinge in der  „Oktopus Höhle“ gerne einmal persönlich kennen lernen möchten, hat das SEA LIFE täglich ab 10 Uhr geöffnet.

 

Großes Lob für Elektrobus des Herstellers Bozankaya

 

Rund 25.000 Fahrgäste haben die vergangenen Wochen genutzt, um mit dem Elektrobus auf den Buslinien 606 und 607 zu fahren, um, wie von Fahrgästen natürlich gewünscht, zu einem Fahrtziel in Bonn zu kommen, aber vielfach auch, um die neue Technik „Elektromobilität“ zu erleben. SWB-Bus und Bahn hat in einer rund vierwöchigen Testphase einen 12-Meter-Elektrobus des Herstellers Bozankaya getestet – mit sehr guten Resultaten. 
Am Freitag, 13. März, hatte der Elektrobus auf seiner vorerst letzten Fahrt auf der Buslinie 607 nochmals unter Beweis gestellt, dass er diese als Referenzlinie ausgewählte Strecke problemlos bewältigt. Selbst auf der Bergstrecke vor dem Malteser Krankenhaus konnte der Bus noch beschleunigen. Die auf dem Elektrobus eingesetzten Fahrer haben das Modell übereinstimmend als sehr gut bewertet. Sie beurteilen den leisen Antrieb, das ruckfreie Bremsen und Anfahren und insgesamt die guten Fahreigenschaften als durchweg positiv. Wie auch die Kunden, die vor allem die geräuscharme Fahrt mit dem Elektrobus geschätzt haben.

Der Testbus geht nun an den Hersteller zurück. Insgesamt hat SWB-Bus und Bahn bislang vier Elektrobusmodelle von drei verschiedenen Herstellern auf Tauglichkeit und Funktionalität getestet. Während allen Tests hatten auch die Bonner Bürger Gelegenheit, sich selbst ein Bild von Elektromobilität und E-Fahrzeugen zu machen. Die Testfahrzeuge sind in Bonn mit dem SWB-Ökostromprodukt BonnNatur Strom angetrieben worden. Der Lieferant des Ökostroms, MannEnergie aus dem Westerwald, ist mit dem „Grüner Strom Label e.V.“ in Gold zertifiziert. Die Busse sind in Bonn somit CO-2-frei angetrieben worden. E-Busse würden in Bonn somit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

SWB-Bus und Bahn setzt sich seit drei Jahren intensiv mit dem Thema „Elektromobilität“ auseinander, überzeugt davon, das gerade Busliniennetze prädestiniert für eine Umstellung von der Dieseltechnik auf Elektromobilität sind. Busliniennetze lassen die Kalkulation von Energieverbräuchen zu, da Linienwege, Einsatzzeiten und Verbräuche exakt definiert sind. SWB-Bus und Bahn hat in einer Studie die mögliche Umstellung des Busnetzes auf Elektromobilität prüfen lassen, mit dem Ergebnis, dass das Busnetz mit Ausnahme des Airportbusses grundsätzlich geeignet sei für einen Komplettumstieg. Die Praxistests mit den vier Elektrobussen haben diese theoretischen Überlegungen ergänzt. Das Nahverkehrsunternehmen wird dieses Projekt intensiv weiter verfolgen.

 

Krake und Co. sagen "Hallo"!

 

Riesige Schlangen auf der Strecke von Bayern an die Ostsee - beim Gedanken an die Osterferien hat man auch gleich kilometerlange Staus auf der A7 und Co im Kopf. Diesmal allerdings sind zwei zwei Meter lange Boa constrictor gemeint, auf dem Weg von München nach Timmendorfer Strand - ins SEA LIFE Großaquarium. Doch das sind nicht die einzigen Tiere mit einem neuen Zuhause, denn die größte Aquarienkette der Welt investiert in diesem Frühjahr nicht nur in den Standort an der See, sondern auch in sieben weitere SEA LIFE Niederlassungen Deutschlands - und zwar insgesamt weit über zwei Millionen Euro.

Eigentlich erstreckt sich das Verbreitungsgebiet der Boas ja von der West- bzw. Ostküste Mexikos über ganz Zentralamerika bis nach Argentinien - für diese beiden Exemplare allerdings geht es von der Reptilienauffangstation München ins SEA LIFE Timmendorfer Strand. Natürlich auf artgerechte Weise in einem gemütlichen Schlangenbehälter auf der Ladeflache eines VW Caddy. „Sorgfältige Planung und langjährige Expertise im Transport von Meerestieren machen es uns möglich, zufriedene Tiere wohlbehalten von A nach B zu bringen sowie lange Erholungsphasen nach dem Transport zu vermeiden“, erklärt Biologe und Chef-Aquarist, Jens Hirzig, aus dem SEA LIFE Timmendorfer Strand. Und es sind noch mehr farbenfrohe SEA LIFE Transporter unterwegs, denn auch die Großaquarien in Berlin, Hannover, Königswinter, Konstanz, Oberhausen und Speyer erwarten neue Bewohner.

Das SEA LIFE Königswinter beispielsweise freut sich auf die Ankunft der neuen Sonderausstellung „Oktopus Höhle“, während die anderen jährlich wechselnden Sonderausstellungen „Abenteuer Schildkröte“, „Bucht der Seesterne“ und „Invasion der Krebse“ derzeit jeweils in einem der anderen deutschen SEA LIFE Großaquarien installiert werden. Im Königswinterer Großaquarium erkundet schon bald eines der faszinierendsten Tiere, die Pazifische Riesenkrake, sein neues Zuhause. Zusammen mit dem Nautilius, den es bereits seit über 500 Millionen Jahren gibt und dem Tintenfisch, dessen Tinte früher zur Färbung von Fotopapier genutzt wurde,

ziehen sie ab Mitte März in Ihr neues Reich ein.    

„Studien zeigen, dass durch Zugang zu den Tieren Empathie entsteht, die das Engagement für den Erhalt der Meere fördert“ begründet SEA LIFE Pressesprecherin Carina Zottl den Ansatz möglichst vielen Menschen viele verschiedene Tiere näher zu bringen. „Denn was ich kenne und schon mal gesehen habe, das mag ich auch schützen!“ so Zottl weiter. Deshalb investiere die SEA LIFE Deutschland GmbH als Teil der weltweit größten Aquarienkette auch mehr als zwei Millionen Euro in die neuen Ausstellungsbereiche – samt Hunderter faszinierender Tiere, wie Schlangenhalsschildkröten und Seespinnen, sowie Dornenkronenseestern und Sepien.

Etliche Meter Kabel und Rohre sowie Duzende Quadratmeter Acrylglas werden dazu verbaut und Tausende Liter Wasser in neue Becken aller Art gefüllt. Zylindrisch, quadratisch und rund, mit Guckloch oder Tunnel - die Perspektiven in jedem SEA LIFE sind so zahlreich wie fantastisch, genauso wie die Bewohner hinter den Scheiben. Insgesamt 24.000 Tiere sind in den acht Standorten der Aquarienkette zu Hause und die SEA LIFE Experten investieren weit mehr als nur Geld in das Wohl derselben: Wissen, Herzblut, viel Liebe und nicht zuletzt ein unermüdliches Engagement in Sachen Auf- und Nachzucht - vor allem von einheimischen oder bedrohten Tierarten.

Doch zurück zu den Schlangen: Wer keine Lust hat, sich an einer solchen hinten anzustellen, der sollte seine Eintrittskarten auf www.sealife.de online kaufen, um Zeit an der Eingangskasse und bis zu 40 Prozent auf den Tageseintrittspreis zu sparen. Boa(h)!

 

Herbstliche Blumen zieren

 

städtische Friedhöfe und Ehrenmale

 


Mitarbeiter des Amtes für Stadtgrün pflanzen auf den städtischen Friedhöfen und Ehrenmalen insgesamt 13 300 Herbstblumen. Auch die Zwiebeln für die Frühlingsblüher werden bald eingesetzt.
Der herbstliche Schmuck besteht hauptsächlich aus Stiefmütterchen und Hornveilchen. Auch lila, rosa und weiß blühende Besenheide sowie Astern, Silberdraht und Silberblatt verschönern die Pflanzflächen. Herbstliche Farbtupfer entstehen zum Beispiel am Beethovendenkmal auf dem Münsterplatz, am Schaumburger Hof in der Turmstraße und am Zentralfriedhof in der Gotenstraße. Vereinzelt werden auch Kübel bepflanzt.
Außerdem setzen die Mitarbeiter bald die Zwiebeln für das kommende Frühjahr: Insgesamt kommen 12 000 Traubenhyazinthen, Narzissen, Tulpen, Wildtulpen und Krokusse in die Erde.
Die Herbstblumen und Blumenzwiebeln haben zusammen etwa 5400 Euro gekostet.

 

Verwilderung von Grundstücken vorbeugen

 

Der Bonner CDU-Stadtverordneter, Bert Moll, schreibt in seiner Pressemitteilung: „Angesichts der Wohnungsnot in Bonn und der Schwierigkeit vieler Bauherren in Bonn freie bebaubare Grundstücke zu finden, müssen die Möglichkeiten der Nachverdichtung und insbesondere die konsequente Nutzung von Baulücken noch mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Gespräch mit den Eigentümern und Vermittlungsaktivitäten der Verwaltung müssten intensiviert werden, fordert der CDU-Ratsherr Bert Moll. Dies gelte erst Recht, wenn Grundstücke verwildern, nicht gepflegt werden und damit sogar zu einer Belastung für die Nachbarn werden können. Auf einen solchen Fall sei er anlässlich seiner Bürgersprechstunde aufmerksam gemacht worden, als er von einem Grundstück in der Witterschlickerstraße erfahren habe, dass zwar optimales Bauerwartungsland aber von dem Eigentümer seit längerem überhaupt nicht mehr gepflegt worden und verwildert sei. Ergebnis sei gewesen, dass das Grundstück wie die Nachbarn beklagen als Müllkippe (Foto) missbraucht würde, da es zum Gehweg offen sei und von Passanten nicht nur als Abwurffläche für Flaschen und kleinteiligen Abfall, sondern auch zur Entsorgung von Autoreifen, Fahrrädern und anderen Unrat genutzt worden sei, hätten die verzweifelten Nachbarn berichten. Da es sich damit nicht mehr nur um eine Nachbarstreitigkeit handelt, sondern Belange der öffentlichen Ordnung betroffen sind, habe ich mich an die Stadtverwaltung und bonnorange gewandt mit dem erfreulichen Ergebnis, dass nach kurzer Zeit nicht nur das Grundstück gesäubert und in einen ordentlichen Zustand gebracht worden ist, sondern auch der in der Sackgasse abgelagerte Sperrmüll abgeholt worden ist, berichtet Moll.

Damit sei der Fall aber noch nicht abgeschlossen, denn es wäre sinnvoll, wenn der Dialog mit dem Eigentümer für eine sinnvolle Nutzung des Grundstücks intensiviert und bis dahin wie vor einem freien Grundstück Am Burgweiher durch einen Zaun zumindest Vorsorge gegen eine erneute Vermüllung des Grundstücks getroffen würde. Einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung von freien Grundstücken könne das Baulandkataster leisten, dass für jedermann über das Internetportal der Stadt Bonn mit der Eingabe des Stichwortes ‚Baulandkataster’ einsehbar sei. Dort könne gezielt nach freien Grundstücken gesucht werden. Eigentümer könnten angeben, ob diese zum Verkauf stünden. Die Stadt Bonn sei zwar bemüht das Baulandkataster möglichst aktuell zu halten und helfe im Katasteramt gerne weiter, eine Verbesserung der Datenlage und der Kommunikation mit potentiellen Eigentümern und Kaufinteressenten, wie auch in anderen Städten wie Bergisch Gladbach praktiziert, könnte die Vermittlungschancen aber weiter verbessern.“

 

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